Sparkassen-Münsterland-Tour kommt zum Publikum

Ahlen, 15. Juli 2005 - Die Sparkassen Münsterland-Tour setzt auch in diesem Jahr wieder auf bewährte Rundkurse. Wenngleich sich hier und dort etwas geändert. Die wichtigste Änderung wird das Einzelzeitfahren sein. Diesmal werden die Rennfahrer über einen schweren Parcours in Beckum geschickt. Einem attraktiven Kurs in der Wersestadt, der sowohl Zuschauern einiges bietet als auch den Rennfahrern alles abverlangt.
Mit dem neuen Zeitfahren wird die Rundfahrt deutlich anspruchsvoller. Denn die weiteren Etappen versprechen ebenso spannenden Radsport. Neben dem sportlichen Wert dieser Rundfahrt, suchen die Veranstalter auch den Kontakt zum Publikum. Fanden die ersten Austragungen meist noch vor einer „Geisterkulisse“ statt, so dürfte sich der positive Trend der letzten beiden Jahre nun weiter fortsetzen. Denn alle Etappenorte haben ihren Start- und Zielbereich in die jeweiligen Innenstädte verlegt und bringen den Radsport zum Zuschauer. Desweiteren sollen interessante Rahmenprogramme für genügend Abwechslung sorgen.
Gestartet wird in diesem Jahr in Ahlen am Freitagabend. Am Rande der Innenstadt hatten die Radsportfreunde Ahlen schon vor zwei Jahren, als die Rundfahrt zum ersten Mal dorthin kam, einen 4,4 Kilometer langen Rundkurs kreiert, der von den Rennfahrern schnell positiv angenommen wurde. Kurvenreich, aber trotzdem schnell zeigte sich der Rundkurs in vergangenen beiden Jahren. Zu einem Massenspurt, wie es im Vorfeld der einzelnen Rundfahrten bereits prophezeit wurde, kam es nicht. Stattdessen setzten sich sowohl 2003 als 2004 jeweils Spitzengruppen ab, die so für erste Vorentscheidungen sorgten.
Die zweite Etappe, am Samstagmorgen, hat einen neuen Austragungsort gefunden. Statt in Borken wird das Einzelzeitfahren nun in Beckum durchgeführt. Die Streckenlänge wurde dabei auch länger. 9,3 Kilometer sind es nun gegenüber 8,3 der vergangenen Jahre auf dem tellerflachen Kurs in Borken. In Beckum werden die Rennfahrer diesmal ungleich mehr gefordert. Mit seinem ständigen auf und ab wird auch der aktuelle Weltmeister in dieser Disziplin, Patrick Gretsch aus Elxleben ernsthaft gefordert werden. Auf diesem Kurs, der seinen Start- und Zielbereich in er Beckumer Innenstadt hat, werden auf jeden Fall die stärksten Zeitfahrer vorn zu finden sein. Ob da bereits eine Vorentscheidung fällt, werden die einzelnen Zeitabständen zeigen.
Denn auch die nächste Etappe, sie folgt am späten Samstagnachmittag in Coesfeld, ist nicht zu unterschätzen. Start- und Zielbereich befindet sich in diesem Jahr wieder am Markt. Damit sollen natürlich auch die Zuschauer angesprochen werden. Und die dürfen wieder einen spannenden Rennverlauf erwarten. Der 5,1 Kilometer lange Rundkurs ist gegenüber dem Vorjahr etwas abgeändert. Kürzer ist er diesmal, aber keinesfalls leichter. Auch in diesem Jahr werden die Rennfahrer, denen dann noch das schwere Einzelzeitfahren in Beckum in den Beinen stecken wird, zum Coesfelder Berg geschickt. Dort trennte sich schon im Vorjahr die Spreu vom Weizen. In diesem Jahr wird es nach den 92,7 Kilometern nicht anders sein.
Die Königsetappe in Ibbenbüren bildet auch in diesem Jahr wieder den Abschluss. Hier wird die endgültige Entscheidung über den Gesamtsieg fallen, wie es die Vergangenheit gezeigt hat. Auf dem Weltmeisterschaftstauglichen Kurs über 11,9 Kilometer werden nur die stärksten Rundfahrer bestehen. Ein echter Härtetest für die vier Wochen später stattfindenden Weltmeisterschaften in Österreich. An der Streckenführung wurde nichts geändert. Es gilt, die beiden Anstiege am Bergstrang und den Treppkesberg zu bewältigen. Insgesamt neun Mal muss der Rundkurs in Ibbenbüren durchfahren werden, ehe nach 124,7 Kilometer der Tagessieger und dann auch der Gesamtsieger der Sparkassen Münsterland-Tour 2005 feststeht. Dann haben die jungen Rennfahrer 306 beschwerliche Kilometer insgesamt zurückgelegt. René Penno 
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