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Startseite » Nachrichten » 2005 » Vorgestellt: Zeitfahrweltmeister Gretsch
Vorgestellt: Zeitfahr-Weltmeister Patrick Gretsch

Ahlen, 7. Juli 2005 - „Patrick Gretsch führt deutsche Zeitfahrtradition fort“, wurde im vergangenen Jahr, am 27. September 2004, in der Fachpresse getitelt. Da hatte der junge Deutsche gerade überraschend den Titel des Zeitfahr-Weltmeisters der Junioren gewonnen. In 30:29,37 min distanzierte er damals den großen Favoriten Roman Kreuziger (CZE) um 15 Sekunden. Nach 24 Kilometern feierte der Thüringer damit den größten Triumph seiner Karriere. Und überraschend deshalb, da er im italienischen Bardolino als so genannter „Erstjähriger“ der Junioren über den älteren Jahrgang triumphierte. Patrick Gretsch führt damit eine deutsche Tradition fort, die auch im Profigeschäft immer wieder zu erkennen ist: Namen wie Michael Rich, Jan Ullrich oder Jens Voigt tauchen in den Ergebnislisten der Zeitfahr-Wettbewerbe immer ganz vorn auf. Und die Auflistung könnte man fast beliebig fortführen.

Der Weg zum Weltmeister führte den damals 17-jährigen auch ins Münsterland. Er gewann den Kampf gegen die Uhr in Borken über die 8,3 Kilometer, der zweiten Etappe der Sparkassen Münsterland-Tour.

Auch nach der Weltmeisterschaft wurde er stets seiner Favoritenrolle gerecht. „Patrick hat jedes Zeitfahren, bei dem er angetreten ist, gewonnen“, resümiert Bundestrainer Patrick Moster nicht ganz ohne Stolz. Seiner Titelsammlung fügte Patrick Gretsch am 12. Juni den des Deutschen Meisters hinzu. Und in diesem Jahr gehört er selbstverständlich auch zum Favoritenkreis. Sowohl bei der Sparkassen Münsterland-Tour als auch bei den Weltmeisterschaften im August in Österreich.

 

 

 

Dort allerdings wird er einer Doppelbelastung ausgesetzt sein. Denn nur einen Tag vor seinem eigentlichen Saisonhöhepunkt, dem Titelkampf im Einzelzeitfahren, gehen die Bahn-Wettbewerbe zu Ende. Patrick Gretsch, dessen Heimatverein der RV Elxleben ist, startet da in der Einzelverfolgung und auch in der Mannschaftsverfolgung über 3.000 Meter. Ein junger Mann sucht eben seinen Weg.

 

 

 

Umso wichtiger wird deshalb die Vorbereitung sein. Mit ihrem anspruchsvollen Terrain bietet die Sparkassen Münsterland-Tour dafür ideale Voraussetzungen. Insbesondere die Abschlussetappe in Ibbenbüren wird von den jungen Rennfahrern alles abverlangen. Auch von Patrick Gretsch, von dem Bundestrainer Patrick Moster sehr viel hält und eigentlich keine großen Schwächen bei dem Youngster erkennen kann. „Natürlich liegt seine große Stärke im Zeitfahren. Aber auch er muss und wird sich noch weiter entwickeln. Vor allem im taktischen Bereich, wo ich am ehesten Schwächen bei Patrick erkennen kann“, beschreibt der Bundestrainer, der in diesem Jahr nicht persönlich bei der Rundfahrt vor Ort sein wird, seinen Top-Fahrer. René Penno


     




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