Optimischer Ausblick: Start zur dritten Auflage

Ahlen, 15. September 2003 - Die Münsterland-Tour der Junioren beginnt am Freitag in Ahlen. Optimistisch blicken die Organisatoren der dreitägigen Rundfahrt (UCI-Kategorie 2.8) entgegen, können sie doch ein stattliches Fahrerfeld von insgesamt 25 Teams an den Start bringen.
Die Pannen, die im letzten Jahr fast zum Abbruch geführt hätten, sind nicht vergessen im Organisationsstab. Vielmehr hat man daraus gelernt. "Wir haben praktisch nach dem Zieleinlauf im vergangenen Jahr die Sponsorenzusagen für dieses Jahr bekommen. So ließ es sich ruhiger arbeiten", erklärte Orga-Chef Rudi Wegmann. Und in der Tat scheint sich die Rundfahrt, die von der UCI als 2.8-Rennen eingestuft wurde, gemausert zu haben. Attraktive Etappen warten auf Rennfahrer wie Zuschauer.
In Ahlen beginnt die Junioren-Rundfahrt mit einem Rundstreckenrennen über 79 Kilometer. Auf einem 4,4 Kilometer langen Kurs wird um das erste weiße Führungstrikot der Sparkassen Münsterland gekämpft. Die Vorhersagen für den Zieleinlauf sind unterschiedlich. Denn der Rundkurs in Ahlen ist gleichermaßen für die Sprinter wie auch für Fluchtgruppen prädestiniert. Wie auch im Vorjahr findet das Zeitfahren am Samstagvormittag in Borken statt. Auf den 8,3 Kilometern auf einer leicht veränderten Strecke könnte schon eine erste Vorentscheidung fallen. Für das Klassement wird auch der zweite Abschnitt am Nachmittag in Coesfeld interessant sein. Das wellige Profil auf der knapp acht Kilometer langen Runde könnte vielleicht für die ein oder andere Überraschung sorgen.
Die Königsetappe folgt dann am Sonntag in Ibbenbüren. 124,7 Kilometer auf einem schweren Rundkurs gilt es für das internationale Feld zu bewältigen. Auf den neun Runden durch Ibbenbüren wird dann die endgültige Entscheidung über den Gesamtsieg fallen.
Einen Favoriten zu benennen, fällt schwer. Sicher kommt da Nico Graf in Frage, der sich in diesem Jahr auf die Rundfahrten konzentrierte. Platz zwei bei der Trofeo Karlsberg und Platz drei bei der Niedersachsenrundfahrt für Junioren. Dazu jeweils das Bergtrikot dieser beiden Rundfahrten, und das sind nur zwei Ergebnisse des Schwenningers. In Frage kommen auch seine Kollegen der Nationalmannschaft wie Carlo Westphal, der in Niedersachsen gewann. Andy Schleck aus Luxemburg, im Vorjahr bester des Jungjahrganges, Artur Gajek (RG TV Attendorn/LV NRW), Alexander Gottfried (BDR/Schermbeck), der fast vor seiner Haustür fährt oder vielleicht doch ein Fahrer aus Tschechien oder St. Petersburg, die Liste er in Frage kommenden Rennfahrer ist lang.
25 Teams mit je fünf Fahrern werden auf Kursen, die die Verantwortlichen zuschauerfreundlich anlegten, für Spannung bis zum Schluss sorgen. Immerhin gilt die Rundfahrt als einer der letzten Tests vor der Weltmeisterschaft in Hamilton (8. - 11. Oktober). Natürlich werden viele Nationalmannschaften die Gelegenheit für eine letzte Formüberprüfung nutzen. Für Spannung werden aber auch zahlreiche Bundesligateams sowie zwei regionale Vertretungen sorgen. Die Radsportinitiative Münsterland, ein Zusammenschluss von Mitgliedern verschiedener münsterländischer Radsportvereine, die hinter der Organisation steht ist optimistisch. Es geht immerhin auch um den Deutschland-Cup, einer Gesamtwertung der vier deutschen Juniorenrundfahrten in Frankfurt, Saarland, Niedersachsen und im Münsterland. Die deutsche Nationalmannschaft führt da mit 65 Punkten fast uneinholbar vor Frankreich und den Niederlanden (je 29 Punkte) sowie dem Team Mapei Bayern (27 Punkte). René Penno 
|